Sommerbehandlungen gegen Apfel- und Pfirsichwickler

Ob im Sommer weitere Behandlungen nötig sind, hängt davon ab, welcher Schädling die Schäden verursacht und wie stark der Befall ist.

Behandlung der zweiten Apfelwickler-Generation

Wenn die Schäden an den Früchten hauptsächlich durch den Apfelwickler verursacht werden und kein starker Befall durch den Pfirsichwickler vorliegt, sind an den meisten Standorten Sommerbehandlungen mit Madex 4 gegen die zweite Generation des Apfelwicklers sinnvoll. So können die heranreifenden Früchte vor weiteren Schäden geschützt werden. Die empfohlene Anzahl zusätzlicher Behandlungen sowie den geeigneten Startzeitpunkt für Ihre Region entnehmen Sie der untenstehenden Liste. Liegt der Baumstandort tiefer als die angegebene massgebende Höhe, sollte mit den Behandlungen eher etwas früher begonnen werden. Ab einer Höhe von 700 m ü. M. kann in kühleren Regionen meist auf eine Sommerbehandlung verzichtet werden. Zur Kontrolle kann der Falterflug zusätzlich mit der Apfelwickler-Falle überwacht werden. Werden keine Falter gefangen, ist in der Regel keine weitere Behandlung nötig.

Bei starkem Pfirsichwicklerbefall

Bei starkem Befall durch den Pfirsichwickler empfehlen wir, ab dem ersten Behandlungszeitraum im Mai oder Juni über den ganzen Sommer hinweg regelmässig Behandlungen mit Madex 4 durchzuführen. Der Pfirsichwickler bildet mehrere, sich überlappende Generationen und kann die Früchte bis kurz vor der Ernte schädigen. Der Falterflug lässt sich mit der Pfirsichwickler-Falle überwachen.

RegionMassgebende
Höhe (m. ü. M.)
Behandlungen
2. Generation ab
Anzahl
Behandlungen
Tessin200 mMitte Juli3
Genfersee400 mEnde Juli3
Wallis500 mMitte Juli3
Basel290 mEnde Juli3
Chablais (Aigle)420 mAnfang August2
Rheintal460 mEnde Juli2
Aargau390 mAnfang August2
Chur590 mEnde Juli2
Nord-Vaudois und Fribourg (Payerne)460 mAnfang August1
Zürich, Luzern, Zentralschweiz440 mAnfang August1
Bodensee400 mMitte August1
Bern540 mAnfang August1
St. Gallen670 mNicht nötig0
Letzte Aktualisierung: 06.07.2026 10:00